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Auf den Tennisplätzen der Zukunft in eine Punktspielsaison "light"

Seitdem neben Kraftfutter und Griffbändern auch Einweghandschuhe und Desinfektionsmittel zu den „Must-haves“ von Tennisspielerinnen und -spielern avanciert sind, kann von einer gewöhnlichen Saison schon längst nicht mehr die Rede sein. Für gut ein Drittel der Vereine und viele Hobbysportlerinnen und -sportler waren die durch Covid-19 erforderlichen Reglementierungen des Spielbetriebs nachvollziehbarer Grund für eine Aussetzung der Wettspielsaison. Man könnte von einer Punktspielsaison „light“ sprechen, in der wesentliche Qualitätsmerkmale der Tennis- und Wettkampftradition außer Kraft gesetzt wurden, darunter zum Beispiel der Wettstreit um Auf- und Abstieg oder das gelebte Miteinander nach Spielende. Wir hoffen, unser über die letzten Monate aufwändig renoviertes Clubheim bald wieder für geselliges Beisammensein nutzen zu können.


Kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Die jüngsten Modernisierungen unserer Tennisanlage sind nicht nur besonders attraktiv und innovativ, sondern auch unmittelbar einsatzbereit und sicherlich eine tolle Abwechselung in ansonsten eingeschränkten Zeiten.

Der Tennisplatz der Zukunft

Tennis steht vor der großen Herausforderung, die bestehenden Strukturen an die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse von Spielerinnen und Spielern anzupassen. In einer von digitalen Einflüssen geprägten Zeit haben sich die Erwartungen an den Sport drastisch verändert.


Mit der Anschaffung eines Wingfield Courts ist unsere Tennissparte nun auf dem aktuellsten Stand der Technik: Auf einem Wingfield Court erhalten Spielerinnen und Spieler die gleiche Spielanalyse wie Profis auf der ATP Tour. Das System verfolgt den Spielstand, analysiert Schläge und gibt unmittelbar nach einem Spiel oder einer Trainingseinheit Feedback. Von der Durchschnittsgeschwindigkeit des Aufschlags bis hin zu Videoanalyse-Tools bietet Wingfield eine breite Palette an Möglichkeiten, das eigene Spiel zu verbessern.

Die Daten – wie Spielstände, Schlagstatistiken, langfristige Entwicklungsdaten oder Videosequenzen jeder Sitzung – können über ein Smartphone oder Tablet orts- und zeitunabhängig abgerufen werden


Ein netter Nebeneffekt: Im Rahmen der Anschaffung wurde auch gleich eine schnelle Internetverbindung ins Vereinsheim gelegt. Mit Wingfield verbindet der TSV nicht nur den Blick in die Zukunft, sondern auch eine gemeinsame Vergangenheit: Die Brüder Maik und Julius Burlage sind Gründer der Firma Wingfield und können kombiniert auf über 50 Jahre Mitgliedschaft im Verein zurückblicken.

Jugend im Fokus: Zwei neue Kleinfeldplätze


Nachdem die Gemeinde zu Beginn des Frühjahrs begonnen hatte den von Wurzeln durchlöcherten Teerboden rundum die Ballwand zu entfernen sowie entsprechend notwenige Pflaster- und Zaunarbeiten durchzuführen, wurde nun ein ebenerdiges Fundament für den neuen Allwetter-Belag gelegt. Am 09. Juni startete man mit dem Verlegen des System-Bodens. Um zukünftigen Unkrautwuchs zu vermeiden, wurden zunächst Gummimatten aus recycelten Autoreifen verlegt. Spezialisierte Handwerker und einige engagierte Vereinsmitglieder verlegten unter Wahrung des Mindestabstands den eigentlichen Kunststoffbelag. Die vorgefertigten Platten folgen einem einfachen Stecksystem.

Nach den letzten Restarbeiten am 10. Juni konnten die neu entstandenen beiden Kleinfeldplätze bereits eingeweiht werden. Noch am gleichen Nachmittag trainierte die Kindergarten-Schnuppergruppe auf den Plätzen.


Die beiden Kleinfeldplätze bilden nun ein optimales Umfeld, um erste Schritte im Tennis erfolgreich zu bestreiten. Kleinfeldplätze sind speziell auf die Bedürfnisse von Kindern unter 8 Jahren abgestimmt, beispielsweise durch ein kleineres Feld sowie ein tieferes Netz. Außerdem sind die Plätze nun hervorragend für Eltern geeignet, die mit ihren jüngeren Kindern auch mal abseits des Trainings spielen möchten. Netze und eingezeichnete Linien sind dauerhaft installiert, sodass lediglich Schläger und Bälle benötigt werden. Alles in Allem bilden die neuen Kleinfeldplätze vor allem für unseren stetig wachsenden Nachwuchs eine hervorragende Möglichkeit, den Spaß am Tennis noch weiter zu steigern.

Während sich die Kinder und Jugendlichen derweil auf den Kleinfeldplätzen austoben, sind unsere beiden Herrenmannschaften am 13. und 14. Juni bereits aktiv in den Punktspielbetrieb eingestiegen – und das in besonderer Konstellation und mit ungewohntem Vereinsnamen.

Gemeinsame Ambitionen trotz Übergangssaison

Wer sich mit sportlichen Rivalitäten in der Gemeinde Wallenhorst beschäftigt, kommt am Duell Blau-Weiss Hollage gegen den TSV Wallenhorst nicht vorbei, wurden beide Vereine doch sogar im selben Jahr gegründet. Auch im Tennis war dieses Duell jahrzehntelang prestigeträchtig. Inzwischen stehen die beiden Teams – zumindest im Herrenbereich – auf derselben Seite des Netzpfostens und teilen nunmehr nicht nur das Gründungsjahr, sondern auch sportliche Ziele. Was in zwei Winterspielzeiten als „Pilotprojekt“ startete, hat sich zu einer ernstzunehmenden Perspektive und einem „Wir-Gefühl“ innerhalb der Mannschaft entwickelt. Entsprechend erwartungsvoll blicken wir auf die gemeinsame Premiere in der Sommersaison – mit gleich zwei Herrenmannschaften in Verbands- und Bezirksklasse. Werfen wir einen Blick auf das erste Punktspielwochenende.

Ungewisses Ende im Emsland, souverän in Bremer Gefilden

Mit Vereinstrainer und ehemaligem Bundesliga-Spieler Sebastian Linda machte sich die ersten Herren am 13. Juni auf den Weg zu den Sportsfreunden vom TV Rot-Gold Sögel. Standesgemäß gewann Linda sein Einzel mit 6:1 und 6:0, während Thorsten Meyer (7:5/6:4) und Team-Kapitän Matze Schrey (6:2/6:1) bei hochsommerlichen Temperaturen deutlich mehr Platzzeit benötigten, ihre Einzel aber letztlich verdient für sich entschieden. Lediglich Marco Mattern musste sich seinem Kontrahenten nach längerer Tennisauszeit geschlagen geben.

Mit einer komfortablen 3:1 Führung blickte das Team optimistisch auf die bevorstehenden Doppel. Für alle Zuschauerinnen und Zuschauer zur Überraschung, blieb der ersehnte Punkt zum Gesamtsieg durch das hochkarätige Doppel S. Linda/M. Schrey (3:6/4:6) aus. Somit hatten es T. Meyer/M. Mattern in der Hand, denen das aufziehende Gewitter einen Strich durch die Rechnung machen sollte. Beim Stand von 6:2 und 2:6 wurde die Partie ausgesetzt und der ausstehende dritte Satz vorerst ans Saisonende vertagt. Wir dürfen gespannt sein, ob dieses Spiel noch einmal zum Zünglein an der Waage wird – denn eine Restchance zum potenziellen Aufstieg besteht trotz Übergangssaison, sofern die jeweils höhere Staffel im Sommer 2021 nicht genug Mannschaften aufbietet.

Ein Ausrufezeichen in diese Richtung setzten die Jungs beim zweiten Auswärtsspiel am 20. Juni beim TV v. 1905 e. V. Syke. S. Linda, T. Meyer, M. Schrey und L. Semmler befüllten das Punktekonto mit einem ungefährdeten 6:0 Auswärtssieg. Weiter geht’s am 04. Juli gegen den TV v. 1927 Stadtwerder e. V. in Hollage.

Einstieg der „Zweiten“ nach Maß

Für die zweite Mannschaft um Team-Kapitän Lennart Semmler ging es zum Auftakt auf heimischer Anlage gegen den SC Epe-Malgarten. M. Schrey, der bereits am Vortag in Sögel zum Einsatz kam, hatte gegen den Topgesetzten Epe-Malgartener mit 2:6 und 3:6 das Nachsehen. Auch L. Semmler müsste sich in einem umkämpften Match letztlich mit 4:6 und 5:7 geschlagen geben. Für die nötigen Punkte zum zwischenzeitlichen Ausgleich sorgten Christian Stracke (6:3/6:4) und Marc Dieckmann (7:6/1:6/6:2).

Für die Doppel kam „Joker“ Jan Dieckmann für C. Stracke ins Spiel und erspielte mit L. Semmler die Führung durch ein ungefährdetes 6:3 und 6:2. Mit dem potenziellen Heimsieg vor Augen mobilisierten M. Schrey und M. Dieckmann all ihre Kraftreserven und entschieden das Doppel in einem knappen, aber überzeugenden Match mit 7:6 und 6:3.

Am 21. Juni ging es zum Auswärtsspiel beim TC Harderberg, die mit dem SC-Epe-Malgarten zu den stärkeren Teams der Liga gehören. L. Semmer, C. Stracke, C. Artschwager & M. Dieckmann erzielten ein zufriedenstellendes 3:3 Unentschieden. Für die „Zweite“ geht es am 04. Juli im Heimspiel gegen BW Schinkel/Osnabrück weiter.



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